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Das
Karma

Karma

Verkettung der Aktionen und ihre Reaktionen im Leben

Zusammenfassung eines Buches, das von Annie Besant im Jahre 1923 geschrieben wurde. Ich erlaube mir, es Ihnen vorzustellen, in der Hoffnung, sie zur Überlegung zu ermutigen. Es ist ein theosophischer Unterricht [Theos (Gott) Sophia (Weisheit)]. Es ist die Gotteskenntnis, die durch die Natur und die Erhöhung des Geistes bis zur Vereinigung mit mit der Gottheit enthüllt ist.

Inhaltsverzeichnis

1) Karma

2) Unveränderlichkeit des Gesetzes

3) Die Pläne der Natur

4) Generation der gedachten Formen

5) Aktivität der gedachten Formen

6) Wie sich grundsätzlich das Karma bildet

7) Einzelheit über die Karmabildung

8) Die Funktion des Karma

9) Wie die Ergebnisse in Betracht ziehen

10) Zukunftsaufbau

11) Wie das Karma bearbeitet werden kann

12) Wie das Karma zu Ende geht

13) Gemeinschaftskarma

14) Schlussfolgerung

1) Das Karma

Jeder menschliche Gedanke geht in die innere Welt über und wird zum aktiven Gebilde. Der Mensch bevölkert den Strom, der ihn in seinem Raum mit seiner eigenen Welt, welche mit den Produkten seiner Einbildung, seinen Verlangen und Impulsen, seinen Leidenschaften gefüllt ist, umgibt. Dieser Strom reagiert auf jeden Empfindungsorganismus der in Kontakt mit ihm kommt.

2) Unveränderlichkeit des Gesetzes

Wenn man sich anpasst und die Kräfte der Natur versteht und mit ihnen in Einklang  ist, führen sie uns dorthin, wo „wir” hin wollen. Ihre Unveränderlichkeit ist die Garantie unseres Erfolges. Die Leistung wächst, wenn die Kenntnis zunimmt. Das Gesetz ist nur der Ausdruck der göttlichen Natur.

3) Die Ebenen der Natur

a) Grober Körper Physisch
b) Scharfsinniger Körper Psychisch oder astral
c) Geistiger oder kausaler Körper Devachanic
d) Geistiger Körper Sushuptic

Auf jeder Ebene befinden sich Geist und Materie vereint in jedem Atom. Jeder ihrer Partikel hat die Materie als Körper und den Geist als Leben. Jede Ebene ist mit ihren eigenen Einheiten gefüllt. Durch den Willen, die Gefühle und die Verlangen, werden diese unzähligen Wesen beeinflusst, deren Empfindlichkeit dem Beben entspricht, das sie bestrahlen.

4) Generation der gedachten Formen

Sie werden durch die Vorstellung der Ebene in der wir uns befinden, erzeugt. Der Geist hat die Fähigkeit, Bilder zu erzeugen oder Ideen in Bilder zu umwandeln. Der Geist operiert mit Tabellen und Bildern und nicht Wörtern. Wir können uns mit den Kräften mitteilen, die wir nicht mit Hilfe ausgesprochener Worte bedienen können, sondern durch Töne und Farben, deren Vibrationen den unseren entsprechen. Der gute oder schlechte Gedanke wird ein elementares Heranziehen (aktive Form im Weltall, die je nach der Ebene in der man sich befindet, handelt), das in der gewünschten Richtung handeln wird. So der Volksmensch, sein Strom im Raum mit seiner eigenen Welt, gefüllt mit den Wesen seiner Einbildung, seines Verlangens, seiner Impulse und seiner Leidenschaften. Von allen Seiten nähern sich Engel und Dämonen um uns herum, die von uns geschaffen wurden und handeln gut oder übel für unsere Nächsten wie auch für uns selbst.

5) Aktivität der gedachten Formen

Sie haben eine Existenz, die von der Intensität abhängt, die ihnen gegeben ist, und von der Nahrung, die durch die Wiederholung des Gedanken verschafft wird. Sie kann gut sein, aber auch störend für die geistige Entwicklung. Sie können in Richtung einer Person gelenkt werden, die davon Gutes oder Übles empfinden kann. Es ist nicht einzig dem Menschen überlassen, seine gedachten Formen zu verursachen und zu planen. Er zieht diejenigen der astralen Ebene an und andre, die von der Art sind, zu der das Elementare gehört, die seine eigenen beleben. Er kann sich so von aussen beträchtliche Energiekräfte verschaffen, und es hängt nur von ihm ab, ob diese Kräfte  wohltuend oder schädlich sind. Der gute Mensch wird durch seine eigene Atmosphäre, durch seine Aura, was unrein und schlecht ist verjagen. Er ist von einer Schutzmauer umgeben, die ihn vor dem Übel in Schutz nimmt. Es ist auch möglich, gedachte Forme zu haben, die Wesen ähnlicher Natur zusammenführt. Gute oder schlechte.

6) Wie sich das Karma im Prinzip bildet

Es bildet sich pro Existenzperiode, die durch physische, astrale und devachanische Erfahrungen gemacht sind. Das geistige Bild geht durch alle Stadien über. Wenn die Seele durch das Verlangen bewogen wird, baut sie das Bild nach den Anregungen der Leidenschaft; wenn das ein mit dem Adel volles Ideal ist, wird sie dementsprechend handeln. Die Ursache des Karmas kann bis zu seinem Autor, welcher eine gewisse zu erzielende Wirkung in Sicht hat, mittels Faden der gewoben werden konnte, wieder gefunden werden. Auf diese Weise, mit einem einzigen Blick, umfassen die großen Herren des Karmas Verantwortung jedes Individuums.

7) Einzelheit der Karmabildung

Das Ego spielt dort eine große Rolle. „Man erntet, was man sät”. Das Ego, welches das Karma sät, erntet das Karma. Der Landwirt, der gesät hatte, sammelt seine Ernte, obwohl die Kleidung, die er während der Saat trug nicht mehr dieselben zum Zeitpunkt der Ernte sind. Er erntet in einem anderen Gewand. Mit der Entwicklung werden bestimmte Bilder im Gewissen verborgen, die fähig sind in Gedanken, aber außerhalb der materiellen Äusserung zu bestehen. Die Lipikas, große karimsche Gottheiten des Weltalls, wiegen die Handlungen ab und bilden die angemessene Form an Karma für das nächste Leben. Im Devachan kann man seine Bildung fortsetzen und sein Wissen für die nächste Rückfahrt zur Erde vollenden. Was Verlangen und Streben in einem Leben ist, wird zur Fähigkeit in einem anderen. Das, was Wille ist, zu erfüllen, wird ausführen zu können. Man muss die Prüfungen bestehen, um in den großen Linien den Einklang oder den Missklang mit der göttlichen Natur zu erkennen. Die Schmerzen führen zum Bewusstsein und erlauben die Entwicklung.

            Die wiederholten Gedanken werden Tendenz
            Die Willen zu handeln werden Handlungen
            Die Erfahrungen werden die Weisheit
            Die mühsamen Prüfungen werden das Bewusstsein.

8) Das Funktionieren vom Karma

Nach dem Übergang zum Devachan, wo die Seele alles, was sie von den gesammelten Materialien konnte, angeglichen hat, wird sie in Richtung der Erde durch die Verbindungen des Verlangens für eine neue Erfahrung auf der Erde herangezogen. Der Mensch entsteht in aller Wahrheit durch sich selbst. Das Ego wird von seiner Seele zurückfallen und wieder seine Verlangen, Leidenschaften bilden und die hohen Herren des Karma werden ihm sein etherisches Doppel, in Zusammenhang mit den Elementen,  die er geliefert hat und nach denen seinem physischen Körper eine Form gegeben wird, erteilen. Er wird in fröhliche und traurige Ereignisse verwickelt, was das Ergebnis der Kräfte, die er erzeugt hat ist. Die Spende... weswegen geben? Um sich einen Namen zu machen? Um wirklich zu helfen, indem man am Ergebnis nicht interessiert ist. Die Tatsache, eine gemeinsame Dienstleistung an  die Menschheit zu erbringen, schafft Guthaben, die zum Spender in Form von Hilfen, geistiger und geistlicher Unterstützung zurückkommen.

9) Wie die karmischen Ergebnisse in Betracht ziehen

Der Mensch wird durch seine vergangenen Gedanken, durch die Verschwendung der guten Gelegenheiten, durch seine falsche Wahl, durch seine törichten Gefälligkeiten begrenzt. Er wird durch sein vergessenes Verlangen gebunden, durch seine früheren Versehen verkettet. Und jedoch ist es nicht „er” der wirkliche Mensch, der verbunden ist. Er, der Autor der Vergangenheit, der seine Gegenwart gefangen hält, kann in seinem Gefängnis arbeiten und sich eine Zukunft in Freiheit schaffen. Es reicht nur zu wissen, dass er frei ist. Es ist ihm sicherlich nicht möglich, sich in einem Moment des Wahnsinns zu befreien, aber er kann gegen sie kämpfen, und wenn er unterliegt, weiterhin mit der Sicherheit kämpfen zu besiegen.

Oh du, der leidest! Wisse, dass du durch dich alleine leidest;  niemand anderes zwingt dich dazu!

10) Zukunftaufbau

Man muss beginnen, seine eigene Entwicklung zu lenken. Seinen Charakter absuchen und beginnen, ihn zu bearbeiten, seine geistigen und moralischen Qualitäten ausüben, seine Kapazitäten erweitern, seine Schwächen stärken, Unzulänglichkeiten ausstatten und Zweckloses verabschieden. Man muss zu dem werden, wozu man meditiert. Täglich muss man sich bemühen, es mit Ausdauer und Ruhe zu erleben. Darin liegt der Wert einer wahren Lebenstheorie. Die Seele ist Architekt wie auch Maurer.

11) Wie das Karma bearbeitet werden kann

Der Mensch selbst kann sein künftiges Schicksal zusammensetzen. Er ist ein lebendes, aktives Wesen und frei von seinen Bestimmungen. Jeden Tag, jeden Moment bemüht er sich, gute Gedanken zu haben und die schlechten abzulehnen. Durch das Mitgefühl wird er den Hass zerstören. Der Hass wird mit der Liebe beendet. Die Hingabe für einen Meister kann in Sicht der Befreiung arbeiten. Die Menschen driften wegen Unwissenheit ab. Sie sind machtlos, weil sie blind sind. Jener, der schnell vorrücken will, muss Weisheit und Liebe, Wissen und Hingabe beweis.

12) Wie Karma zu Ende geht

Karma bewirkt, dass wir unaufhörlich wiedergeboren werden und bindet uns an das Rad der Geburten und des Totes. Gutes Karma bewirkt auch nur das Schlechte. Wie ist die Bildung dieser Kette einzustellen? Es nicht in der Handlung selbst, sondern im Verlangen, im Festhalten an der Frucht der Handlung, wo die bindende Kraft wohnt. „Ohne Festhalten stetig die Pflichthandlung ausführen; denn, indem der Mensch die Handlung ohne Festhalten ausführt, erreicht er wirklich das Höchste”.

Um dieses „Karma-Yoga” zu vollenden, muss der Mensch jedes Werk als eine Pflicht erfüllen und alles in Harmonie mit dem Gesetz ausüben. So neigt der Mensch dazu, eine handelnde Kraft des Konzerts mit dem göttlichen Willen zu werden, um an der Entwicklung zu arbeiten. Die Handlung wird als eine Pflicht ausgeführt, dessen Frucht wird mit Freude gegeben, um dem nächsten zu helfen, ohne, dass jener der handelt, sich damit beschäftigt. Die Frucht gehört dem Gesetz. Es ist seine Aufgabe, diese zu verteilen.

Er hat jedes Festhalten der Frucht der Handlung aufgegeben; immer zufrieden, sucht er bei niemandem eine Nische;  er handelt und macht trotzdem nichts. Befreit vom Verlangen kontrolliert er seine Gedanken durch den Glauben; jedes Festhalten aufgebend führt er die Handlung nur durch den Körper aus und begeht keine Fehler. Zufrieden was auch immer er bekommt, unbewegt in Anwesenheit der Gegenteile, ohne Verlangen, sein Gleichgewicht beibehaltend in Anwesenheit des Erfolges wie auch des Misserfolges, ist er nicht verbunden obwohl er handelt. Der Mensch, der diesen Zustand „der Untätigkeit in der Handlung” erreicht, hat das Geheimnis wodurch das Karma beendet wird, gelernt. Durch die Kenntnis zerstört er die Handlung, die er in der Vergangenheit erzeugt hat, er neutralisiert die gegenwärtige Aktion durch die Hingabe. Und seine Seele wird zum Kanal für das göttliche Leben. Für nichts anderes arbeiten als nur zu dienen.

13) Gemeinschaftskarma

Die Ansammlung der Seelengruppen bildet Familien, Kasten, Nationen, Rassen. Jene, die Verbindungen von enger Zuneigung während ihres Lebens gebildet haben, neigen dazu, als Mitglied ein und derselben Familie zurück zu kehren. Diese Verbindungen können sich mit Beharrlichkeit von einem Leben zu anderem wieder finden. Das Karma des Individuums kann durch das von seiner Familie gemischte Karma bestimmt sein. Die Menschen schaffen eine große Anzahl von schlechten, gedachten Formen, die einen zerstörerischen Charakter haben. Diese Kräfte können sich auf astraler Ebene zusammensetzen und ihre Energien können oft auf die physische Ebene gerichtet werden, wo sie Kriege, Revolutionen,  gesellschaftliche Verwirrungen und Aufstände jeglicher Art verursachen, die als Gesellschaftskarma einschlagen.

14) Schlussfolgerung

Die Kenntnis dieses Gesetzes erlaubt dem Menschen, seine Entwicklung zu beschleunigen. Er kann sich von jedem Zwang befreien und zu einem Weltmann werden. Die tiefe und durchdachte Überzeugung der Wahrheit dieses Gesetzes gibt dem Leben eine unveränderliche Ruhe und eine vollkommene Unerschrockenheit. Nichts, das wir selbst in Bewegung gesetzt haben, kann uns berühren. Die Natur kann die Seele nicht unterdrücken, die die Macht durch die Weisheit erworben hat und das ein und andere nur in der Liebe benutzt.

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